Natürliches Engadin
Engadiner UHT-Milch von der Lesa.
Die Lataria Engiadinaisa SA und die Sennerei Pontresina lassen seit November 2011 in Livigno im passiven Veredelungsverkehr Engadiner Milch zu UHT-Milch verarbeiten (Hitzebehandlung und Abfüllung).
Diese interregionale Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hat folgende Gründe:
Im Engadin herrscht ein Milchüberschuss, dass heisst, die Engadiner Milchbauern produzieren mehr Milch als die LESA verarbeiten kann.
Die Überschussmilch wird über die Berge nach Sulgen (215 km) oder in eine anderes Pulverwerk transportiert. Das bedeutet hohe Transportkosten und tiefe Milchpreise.
Für die Bauern ist das die schlechteste Art der Milchverwertung.
Im Engadin werden jedes Jahr grossen Mengen an UHT-Milch für die Gastronomie vom Unterland zugeführt. In der LESA steht keine UHT-Anlage und eine Anschaffung würde ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Zudem wäre das Volumen zu klein, um eine solche Anlage auslasten zu können.
Die Molkerei in Livigno hingegen hat eine solche Anlage in Betrieb und verfügt über freie Kapazitäten. Es ist daher naheliegend, dass die LESA ihre Milch im nahen Livigno (27km von Zernez) abfüllen lässt und sie als Regiomilch im Engadin verkauft. Diese Lösung hat zusammengefasst folgende Vorteile:
Das ist eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.
